Sie sind hier:  Europahaus  > Aktuelles

13.12.2019 - 10:09 Uhr

“Wir alle sind verantwortlich!“

Internationale Jugendbegegnung im Rahmen des Programms Erasmus+ in Aurich

Normalerweise wird der kleine Pavillon auf dem Gelände des Europahauses für Seminare genutzt. In der Zeit vom 23.11.-30.11.2019 wurde er jedoch in eine Kreativ-Werkstatt für Upcycling umgewandelt. Dieser war einer von insgesamt fünf Workshops im Rahmen einer internationalen Jugendbegegnung zum Thema „Klimawandel – Ohne Boden kein Leben“.

Insgesamt 36 Teilnehmende aus drei Ländern kamen für acht Tage im Europahaus Aurich zusammen. Die weiteste Anreise hatte die Gruppe aus Pielavesi (Finnland), welches knapp 1.500 km von Aurich entfernt ist, gefolgt von der Gruppe aus Urnieta (Baskenland/Spanien), mit ca. 1.300 km. Am einfachsten war es für die Teilnehmenden aus Aurich. Bemerkenswert war in diesem Zusammenhang, dass gleich zwei Auricher Schulen, die IGS Aurich sowie das Ulricianum, jeweils mehrere Schülerinnen und Schüler für die Teilnahme entsandt hatten.

Alle Teilnehmenden hatten sich bereits im Vorfeld der Begegnung mit der Thematik auseinandergesetzt. Jede Gruppe hatte Informationen zusammengestellt, wie die derzeitige Lage in ihren jeweiligen Heimatländern ist und wie das Thema „Klimawandel“ dort diskutiert wird. Im ersten Teil der Jugendbegegnung ging es deshalb darum, die Teilnehmenden der jeweils anderen Länder ins Bild zu setzen. Allen gemein war, dass es in ihrer Heimat bereits jetzt erste sichtbare Auswirkungen des Klimawandels gibt. Die finnische Gruppe machte das vor allem am geringeren Schneevorkommen fest. Außerdem stellten sie das Beispiel der nordfinnischen Stadt Ii vor, die sich zum Ziel gesetzt hat, die welterste ‚zero-waste‘ Gemeinde zu werden, und es bereits jetzt schafft mit ihren Bemühungen mehr als eine halbe Millionen Euro Gewinn zu machen.

Doch auch Spiel, Spaß und Kultur kamen nicht zu kurz bei der Begegnung. Die gesamte Gruppe war der Einladung des EEZ gefolgt und informierte sich vor Ort sowohl in der Ausstellungsfläche über die verschiedenen Formen (erneuerbarer) Energien, als auch über den Aufbau einer Windkraftanlage in deren Inneren. Besonders beeindruckt zeigten sich die internationalen Gäste vom Auricher Weihnachtsmarkt, der kurz nach ihrer Ankunft Eröffnung feierte: „Der Markt ist wie eine Filmkulisse – überall Lichter, Verkaufsstände, viele Leute, die essen und lachen und Weihnachtsbäume… So etwas gibt es bei uns zu Hause nicht!“, sagte Jenna aus Pielavesi.

Neben aller Freude über die neuen Eindrücke, den Flair der Internationalität und dem interessanten Austausch, waren jedoch auch die Sorgen über ihre Zukunft bei den Teilnehmenden präsent. Sie entschlossen sich deshalb, u. a. folgende Ergebnisse und Forderungen nach außen zu kommunizieren und diese auch in ihren jeweiligen Heimatländern weiterzugeben sowie -zu diskutieren: Politik muss die Weichen stellen, wenn man formulierte Klimaziele erreichen will, aber auch kleine Dinge, die jede*r Einzelne tun kann, haben große Bedeutung (z. B. auf Flüge verzichten, regional und saisonal einkaufen/kochen, weniger Konsum, Landwirtschaft nachhaltig gestalten).

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis stellten die Teilnehmenden im Rahmen einer öffentlichen Aufführung in der Auricher Fußgängerzone vor: „Wir alle sind verantwortlich.“

Die Begegnung endete am 30.11. – weitere Treffen in Aurich sind jedoch bereits geplant.

 

Ansprechspartnerin:

Jenna Hartmann

Telefon Europahaus

04941/9527-0

Direktkontakt:

Hartmann

04941/95 27 -12

 hartmann(at)europahaus-aurich.de


 

 



IMPRESSUM© C-CONSULTING MEDIA GMBH